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Willersdorf
Die Heilig-Kreuz-Kirche
Portalseite und Dachreiter
Stuckmarmor-Altar
Stuck: Gitter, Blumen, Ranken (von Martin Bader)
Propst Propitius In Rohr
Das Altarblatt
Das Gnadenbild
Johannes Evangelist
Alte Aufnahme: Kirche mit spitzgotischem
Dachreiter / der neue Dachreiter
Der Gekreuzigte
Erzbischof Dr. Michael Maier bei der Festmesse
Eine der Votivtafeln

Willersdorf

Nebenkirche der Pfarrei Pürkwang - an der Straße von Wildenberg nach Oberlauterbach gelegen.

Fein herausgeputzte Häuser, alte und neu erbaute, viele sind deutlich der Landwirtschaft zugehörig: eine große Scheune, Stall, Hopfendarre. Alle entlang der Dorfstraße. Ein großer Weiher am Ortsrand.

Eine kleine originelle Kirche gibt diesem Dorf den Mittelpunkt.

Erste Urkunden stammen aus dem Jahr 1369: "Die Güter von Willersdorf und der See waren Eigentum des Herrn Ebron von Lauterbach."

Kunstdenkmäler Niederbayerns

1734 wird die Kirche - wie wir sie hier sehen - gebaut. Der Band "Die Kunstdenkmäler von Niederbayern" beschreibt sie so:

"Gefällige, kleine Anlage aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Chor geschweift, mit einer Fensterachse. Durchlaufende Flachdecke. Innen und außen ohne Wandgliederung. Fenster halbkreisförmig. Über der Westseite spitzer Dachreiter."

Gang durch die Kirche

Ein heller Raum, einladend und anheimelnd. Die Kreuzwegtafeln an der Seite, darüber die halbrunden Fenster mit der Sechs-Eck-Bleiverglasung, die altehrwürdige Mutter-Gottes mit Kind zur Linken. In der Apsis der barocke Stuckmarmoraufbau mit zwei Säulen und geschweiftem Aufsatz. Eine wahre Kostbarkeit. Links und rechts ein zarter in lebhaften Farben gehaltener Stuck. Laub- und Bandwerk stellt er dar - mit Blumengehängen und Gittern. Die Verwandtschaft zu dem Eschenharter Stuck ist unverkennbar. Martin Bader muss somit der Künstler sein.

Der Stuckmarmor-Altar mit der Jahreszahl 1696 und P.P.I.R. (= Propst Propitius in Rohr). Das Wappen des Rohrer Propstes hoch oben im Auszug des Altars. Es ist nicht etwa gezeichnet oder gemalt, sondern eine mühevolle Einlege-Arbeit, ein Scagliola-Arbeit. "scaglio" (italienisch) = Splitterteilchen

Das Altarblatt wurde im Jahre 1828 vom Kirchenmaler Schönhuber (Rottenburg) gefertigt: Jesus am Kreuz, Maria und Johannes.

Eine sehr kostbare und altehrwürdige Mutter-Gottes mit Kind auf der linken Seite im Kirchenschiff (erste Hälfte des 15. Jahrhunderts).

Gestiftet wurde im Jahr 2002 eine sehr schöne Figur des hl. Johannes Evangelist, die auf der rechten Seite im Kirchenschiff aufgestellt wurde.

1873 wird der neugotische Dachreiter, der spitz wie eine Nadel ausläuft, auf das Dach der Kirche gesetzt. Ganze 105 Jahre hat er gehalten. Dann wurde er abgebrochen - wegen Einsturzgefahr. Heute hat die Kirche wieder ihre ursprüngliche "Kuppel", ein Zwiebeltürmchen.

22.8.1895 "Der Stadler aus Kelheim lieferte für die Filialkirche Willersdorf einen Kreuzweg für den alten schon ganz defekten unbrauchbar."

Große Renovierung

Am 12.8.2001 wurde die renovierte Heilig-Kreuz-Kirche von Erzbischof Dr. Michael Meier gesegnet.

Die Votivtafeln sind Zeugnisse, dass hier glaubende Menschen die Hilfe in seelischen und körperlichen Nöten erfahren haben. Gelübde und Gebete - sowohl als Bitte als auch als Danksagung - wurden aufgeschrieben und gemalt. Eine erkleckliche Anzahl von diesen Glaubensbezeugungen sind uns erhalten geblieben und wurden liebevoll restauriert.




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