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Schweinbach
eine alte Aufnahme
Bruder Konrad / Madonna
neuer Altar
alter Altar
Maria Immaculata

Schweinbach

Ortskapelle: Modern romanischer Bau 1840

Nach Westen gerichtete Rechteckanlage, flachgedeckt, Eingang an der Ostseite unter flachgedeckter Säulenvorhalle. Letztere öffnet sich in drei Rundbögen. Türöffnung und Fenster ebenfalls rundbogig. Aussenlisenengliederung über der Ostmauer. Dachreiter mit abgeschrägten Ecken und Zeltdach.

Altärchen aus erster Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit zwei Halbsäulen und geschweiftem Aufsatz. Statt Altarblatt kleine Kreuzigungsgruppe aus Holz mit Maria, Hl. Johannes und Hl. Magdalena.

Steinfigürchen Maria Immaculata (8. Dezember) aus der Erbauungszeit der Kapelle.

Die ehem. Hofmark Schweinbach war ein Bestandteil der Herrschaft Wildenberg.

Schweinbach

Die erste Erwähnung des Ortes "Sveinpah" war 773. Von 1818 bis 1946 bildete Schweinbach mit Eschenhart eine eigenständige Gemeinde.

Im Jahre 1934 wurde die Kapelle unter schwierigen Bedingungen um das doppelte ihrer Grundfläche auf 10,2x4,5 mtr. erweitert. Die älteren Schweinbacher erinnern sich noch daran. Es war die schwere Zeit des beginnenden 3. Reiches, in der man für solche Arbeiten nicht mehr Lob erntete. Erst im Herbst konnte man beginnen, doch im gleichen Jahr noch war das Gotteshaus um das Doppelte seiner Fläche vergrößert und am Stefanstag (26.12.1934) konnte Pfr. Zieglmeier die neue Kirche in einem festlichen Akt einweihen. Die Kapelle konnte zum größten Teil aus Schenkungen der Familie Sebastian und Katharina Aggstaller, Bauerseheleute von Schweinbach, erweitert werden. Der Kelch wurde ebenfalls von dieser Familie gestiftet. – Mögen diese hochherzigen Stiftungen reichlich lohnen.

1937 kam eine zweite Glocke mit der Aufschrift: "St. Wendelin schütze uns und unsere Tiere" hinzu.

Der Anbau wurde von Mauerermeister Paul Lindeisen ausgeführt (Jetzt Fa. Schwenzl, Pürkwang).

Die Bänke wurden von Schreinermeister Geser aus Pürkwang angefertigt.

Der Baugrund wurde von Andreas und Theresia Datzman gestiftet.

Im Krieg 1939-1945 mußte eine Glocke abgeliefert werden.

1952 wurde von Herrn Georg Loibl, Bauer von Schweinbach eine Glocke gestiftet, deren feierliche Einweihung H.H. Pfarrer Seitz, Pürkwang vornahm.

1954 wurde der Hl. Bruder Konrad von Herrn Andreas Blaimer aus Schweinbach gestiftet. Die Figur erhielt einen Schönen Platz in der Kapelle.

Eine schöne Mutter Gottes wurde 1895 von Prüklmeier (Bretzner) in Siegenburg gestiftet. 1945 kam diese Madonna nach Schweinbach in die Kapelle und erhielt einen schönen Platz.

1962 wurde ein neuer Treppenaufgang, sowie eine Einfriedung angefertigt. Die Arbeiten wurden von Herrn Andreas Fuchsbrunner, Tollbach (Schwenzl) ausgeführt.

Auf beiden Seiten des Aufgangs wurden unter Anleitung des Obst- u. Gartenbauvereins Wildenberg (Herr Hans Fuchsbrunner) Rosen gepflanzt.

Die Kapelle erfuhr 1966 durch H.H. Pfarrer Grundler eine Neurenovierung. Der alte Altar kam heraus, weil er schon sehr morsch war. Ebenfalls entfernt wurden die alten Kreuzwegbilder. Die beiden Gedenktafeln der Gefallenen und Vermißten der letzten beiden Weltkriege aus der Ortschaft Schweinbach verlegte man von innen nach außen. Sie wurden je rechts und links vom Eingang befestigt. So können sie jederzeit gesehen werden.

Im Innenraum wurde ein neuer Altartisch aufgestellt. In der Mitte darüber befestigte man die alte Kreuzigungsgruppe aus der Zeit der Erbauung von 1840. Sie diente bisher schon als Altarbild.

Neue Kreuzwegtafeln stiftete die Familie Mies, Schweinbach.

Die angefallenen Maurerarbeiten erledigten Herr Steidl, Jakob Zeilbeck und Anton Mies.

Die Kapelle war bald wieder in neuem Glanze und es freute sich die ganze Ortschaft.

Herr Kirzinger, Pürkwang, polsterte die Kniebänke und Frau Theresia Datzmann stiftete die Altardecke für den neuen Altartisch.

Für große Festgottesdienste im Freien lieh man sich den Schweinbacher Altartisch, der wegen seiner Größe und Beweglichkeit immer gut geeignet war und ins Freie gebracht werden konnte.

(Dank an Fr. Therese Mies, die diesen Text 1996 zusammengestellt und aufgeschrieben hat.)

 




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