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Eschenhart
Innenansicht
Kanzel / Putto an der Kanzel
Deckengemälde
Deckengemälde - Laurentius
Deckengemälde Kaiser /
Tiara an der Kanzel
Taufstein

Eschenhart

Die Kirche als himmlischer Festsaal

"Dieses kleine Dörflein hat eine ebenso weit zurückreichende Geschichte wie Pürkwang, mit dem es sich im 9. Jahrhundert zusammen im Besitz des Klosters St. Emmeram zu Regensburg befindet": so beginnt Seidel seine Abhandlung "Als Eschenhart noch Pfarrei war".

Um 1500 Bau der Kirche, wie wir sie jetzt vor uns sehen, abgesehen von den Veränderungen, die sie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und des ausgehenden 19. Jahrhunderts erhielt, nämlich die Barockisierung im Kirchenraum und außen die Aufstockung des Kirchturmes.

Die Barockisierung schuf einen schönen heiligen Raum: Durch große, helle Fenster strömt das Sonnenlicht ungehindert in den Raum. Die goldenen Ornamente am Altar, der farbige Stuck leuchten strahlend dem Beter, dem Besucher entgegen. Ein bedeutender Künstler, Martin Bader, schuf den vorzüglichen Stuck, zart, formvollendet und abwechslungsreich: Bänder, Ösen, Quasten, Laubwerk und Blüten über Blüten.

Putti im Mittelfeld der Chordecke, die um den Jesusnamen: IHS gruppiert sind. Der Blick richtet sich nach vorne. Der Hochaltar wirkt wie ein Thron! In seiner Mitte wird das Sanctissimum im Tabernnakel aufbewahrt. Einem Hofstaat gleich flankieren Engel, Heilige und Säulen diesen Thron. - Putti und Heilige sind leider gestohlen worden: es waren St. Barbara und St. Erasmus zur Rechten und zur Linken.

Über dem Tabernakel spannt sich in einem kunstvollen Rahmen das Altargemälde, das sog. Altarblatt. Es ist der Patron der Kirche. St. Laurentius, der dem göttlichen Hofstaat angehört: auf einer Wolke schwebend begleiten ihn Engel nach oben - strahlenden Licht entgegen. Ein Putto in der rechten oberen Ecke hält den Siegeskranz bereit. - Auch dieses Altarblatt ist entwendet worden. Der Künstler unserer Tage, akademischer Maler Johann Zwerenz, hat das neue Altarbild geschaffen, nachempfunden dem Thema des Originals.

Und der zweite Blick geht sicher nach oben zur Decke, die das Kirchenschiff überspannt: in einem geschweiften Stuckrahmen das Deckengemälde. Eine dramatische Szene steht vor Augen: der Kaiser mit seinen Feldherren hoch zu Ross befiehlt den Henkern St. Laurentius langsam zu Tode zu martern. Bewaffnet mit Lanzen bringen sie das Werk zu Ende. St. Laurentius stirbt. Über dem Kaiser tut sich der Himmel auf. Engel bringen die Siegespalme und den Lorbeerkranz. Laurentius ist seinem Herrn treu geblieben: Jesus Christus!




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